Mittwoch, 15. Januar 2014

Nostalgie - 1. Süßigkeiten aus der Kindheit und Jugendzeit









Die liebe Doro hat ein neues Projekt gestartet:

"Nostalgie"

Dabei geht es um Sachen oder Erlebnisse aus unserer Vergangenheit.

Jeden zweiten Sonnabend eines Monats gibt sie uns ein Thema vor,
über das wir dann schreiben. 
Ja, schreiben, denn Bilder gibt es ja nicht so viele und zu
manchen Themen sicher gar keine.


Da ich schon ein bisschen spät dran bin, weil ich das Projekt erst jetzt entdeckt habe,
kommt nun gleich mein Beitrag zum 1. Thema:


Süßigkeiten aus der Kindheit und Jugendzeit


Das Schönste, was es für uns Kinder - für meine Schwester, meinen Bruder und mich - gab, war wenn unsere Großeltern uns besuchten oder wir hingefahren sind.

Da gab es natürlich neben vielerlei Dingen auch immer etwas Süßes, vorwiegend Schokolade und Marzipan. Bei Schokolade kann ich mich noch gut an die Karina- und Sarotti-Tafeln erinnern, wobei nicht nur die Schokolade bei uns hoch geschätzt wurde, sondern auch die Umhüllung. Die war zu Festtagen besonders schön gestaltet und wurde von uns fleißig gesammelt. Es gab natürlich auch Weihnachtsmänner und Osterhasen.

Meine Schwester und ich wir hatten - wie bei braven Mädchen so üblich - auch ein riesengroßes Puppenhaus mit einer richtigen Küche. Da standen viele winzig kleine Töpfe und Tiegel und da wir beide ja nicht immer Lust hatten irgendwelche imaginären Suppen zu kochen, sondern mal was Richtiges, zerbröselten wir einen Weihnachtsmann-Hohlkörper, füllten ein Teil in einen kleinen Kochtopf und stellten ihn auf die Platte des Kohleofens in unserem Zimmer. Eigentlich sollte das ja unser Mittagessen für diesen Tag werden, aber beim weiteren Spielen vergaßen wir den Topf mit der Schokolade, bis es irgendwann anfingt zu riechen. Da war alles zu spät. Der Topf war hin und die Schokolade klebte zur großen Freude meiner Mutter auf der heißen Ofenplatte.
Danach gab es dann auf ausdrückliche Warnung meiner Mutter nur noch kalte Gerichte in unserer Puppenküche.

Genauso kann ich mich noch gut an Obst, belegte Brötchen, Wurst und ganze Fleischkeulen aus Marzipan erinnern. Wenn wir bei der einen Oma auf Besuch waren, gab es immer Malzbier mit Zucker. Wie das schäumte, wenn man den Zucker hineingab. Ich habe das später nie wieder getrunken, auch nicht aus Spaß mal probiert, weiß auch nicht warum. In der Erinnerung bleibt es aber immer eine herrliche Köstlichkeit.

Zweimal war ich längere Zeit bei meinen Großeltern, weil meine Mutter ins Krankenhaus musste. Da bin ich immer zusammen mit meinem Opa zum Markt gegangen. Am meisten erinnere ich mich noch an das viele bunte Badesalz und die Petticoats.
Wenn mein Opa seine Runde gemacht hatte und wir wieder zurückgingen, bekam ich immer eine kleine Spitztüte mit Erdnüssen und ich weiß noch genau, dass mein Opa dafür 5 Pfennige bezahlte.

Wir drei waren natürlich nicht immer artig, wie das eben so bei Kindern ist. So gab es auch mal ein Osterfest, wo wir auf ausdrückliche Anordnung meines Vaters kein einziges Osterei zu Gesicht bekamen.


Liebe Grüße
Jutta


Kommentare:

  1. Tolle Erinnerungen.
    Und dabei fiel mir gleich ein, wenn ich mal mit Oma zum Markt durfte, habe ich manchmal eine dicke Gurke aus dem grossen Fass bekommen.
    Oder Oma wollte Sauerkraut kochen und wir haben schon mal roh davon genascht.
    Im alten Kohleofen, auf dem gekocht wurde, lagen immer Brotreste...

    Liebe Grüsse lässt dir kkk da

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  2. Puppenküche und Kaufladen durften an Weihnachten nie fehlen. Der Kaufladen war frisch gefüllt mit "Liebesperlen" und Zuckerzeug und Schinken aus Marzipan. Da klingelte die Kasse. Und wie meine Mutter heute noch erzählt, eine Stunde nach der Bescherung hatte sie die "Bescherung" unserer Kochkünste schon wegwischen müssen. Schöne Erinnerungen, liebe Jutta!

    Gruß
    Beate

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  3. Liebe Jutta, das sind ja schöne und interessante Erinnerungen. Danke, dass du sie geschrieben hast.
    Echt spannend.
    Aber es ist mal wieder zu merken, dass ein paar Jahre doch was ausmachten damals.
    Puppenküche mit Töpfen, oha, da habt ihr ja was verzapft, lach.
    Eure Mutter hatte die Arbeit damit...
    Was solche Erzählungen alles mit sich bringen, ist echt toll.
    Ganz liebe zuckersüße Grüße
    Bärbel

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  4. Wirklich schöne Erinnerungen, d.h. die Letzte natürlich nicht. Sicherlich war auch ich nicht immer brav, aber so ne harte Strafe gabe es dann doch nicht. Dennoch im Zusammenhang und mit Ostern fand ich es dann doch toll zu lesen mit Ostereiern, denn das war es auch was ich bekommen habe. Nicht so übertriebene Geschenke die oftmals ausufern und Weihnachten noch übertreffen müssen^^

    Liebe Grüssle

    Nova

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  5. Solche Kindheitserinnerungen vergisst man einfach nicht, egal, sowohl die schönen Momenten wie auch dann mal weniger schöne.
    Du hast die einzelnen Geschichten herrlich erzählt.:-)

    Liebe Grüße
    Christa

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  6. So - ich nochmal. Hier war ich gestern spät am Abend noch gestrandet, aber da gab gerade der Akku vom Tablet den Geist auf. Ich staune, wie genau du dich erinnerst, liebe Jutta. Mir fehlen soviele Erinnerungen an die Kindheit.
    Herzliche Grüße
    Elke

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  7. Hallo Jutta,

    solche Kindheitserinnerungen vergisst man nicht. Selbst im Nachhinein fallen mir noch Dinge ein, die ich in meinem Beitrag nicht erwähnt habe. Aber so hat man noch Dinge für weitere Projekte ;) Liebe Grüsse Kalle

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  8. Als Kind (und noch heute) mochte ich Esspapier und Goldnusspärchen, schade, dass die heute nicht mehr gemacht werden.
    Ein schönes Wochenende wünsch ich dir,
    Birgit

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